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Emotion

Achterbahn mit Psyche und Emotion

Rückblickend gesehen, ist alles halb so wild. Wenn du aber gerade in der Achterbahn sitzt, links von dir deine Psyche die so garnicht weiß wie ihr geschieht („Hab ich jetzt Höhenangst oder nicht?) und hinter dir die Emotion (braucht zwei Plätze) die kreischt, lacht und weint gleichzeitig, dann ist alles wild und dramatisch und man sieht nichts mehr. Und das waren meine letzten Wochen 😀 Weiterlesen „Achterbahn mit Psyche und Emotion“

Technik vs. Anwendung

Ich muss ja schon selbst lachen wenn ich schon wieder einen Vergleich zwischen Sprechen und Kampfkunst finde. Ich hätte nie gedacht, dass mir die Erfahrung in der Kampfkunst so sehr hilft und mein Denken und Erfahren so beeinflusst. (Danke! :))

Was besonders heraussticht ist der Lernprozess von Bewegungen. Ein rein intellektuelles Verständnis macht dich nicht zum Meister einer Bewegung. Zuerst lernst du die Bewegung kennen, dann verstehen, dann vergisst man es meist in einer Phase der Verwirrung und Integration um dann plötzlich den Aha-Moment zu haben. Und dann erst, fängt das Training an! Weiterlesen „Technik vs. Anwendung“

Wie Innen so Außen

 

Seit einiger Zeit bin ich davon überzeugt, dass man nicht an seiner Stimme arbeiten kann ohne nicht automatisch mit seiner Persönlichkeit konfrontiert zu sein. Es ist spannend wie sich das in der Zeit seit der Ausbildung schon bewahrheitet hat. Ich habe von den verschiedenen Lehrenden sehr ähnliches Feedback bekommen: Ich verschlucke leicht die Silben und spreche „zu weit hinten“. Daher soll ich mehr „vorwärts“ sprechen, die Worte wirklich nach außen senden, das Sendebewusstsein stärken (was für ein schönes Wort!). Außerdem brauche ich mehr Gelassenheit und Entspannung, denn oft ist zu viel Druck, zu viel Wollen in meiner Stimme zu hören. Dieses Feedback wirft einige Fragen auf und ich habe beschlossen, mich ganz darauf einzulassen und mich mir selbst zu stellen. Weiterlesen „Wie Innen so Außen“

Fake it till you become it!

Deine Einstellung erschafft die Realität! Und deine Körpersprache erschafft Realität, JA sie erschafft wirklich DEINEN Zustand, also grad hingesetzt und Ohren auf:

Amy Cuddy spricht in diesem grandiosen TED Talk darüber, dass unsere Körpersprache nicht nur unsere emotionale Verfassung ausdrückt, sondern dass wir unseren emotionalen Zustand mit unserer willkürlich gesteuerten Körpersprache beeinflussen können!

Lächeln setzt eine chemische Reaktion im Hirn frei – egal ob es ein echtes Lächeln oder nur ein Anstandslächeln war. Eine selbstbewusste Haltung macht uns selbstbewusster. Power Postures nennt Amy jene Positionen, die Selbstvertrauen und Charisma steigern. Vor dem Bewerbungsgespräch eine Minute (heimlich am WC?) die Arme in die Hüfte stemmen und lächeln macht einen großen Unterschied, wie Experimente zeigen.

Klingt nach: Fake it till you make it? Nicht ganz, denn Amy Cuddy ist davon überzeugt, dass es „Fake it till you become it! wird, dass wir uns mit Hilfe der Körpersprache über schwierige Zeiten (Kummer, Depression oder einfach mal nen schlechten Tag) selbst wieder aufbauen können. Was meinst du dazu?

Ruhig Blut…

Es ist nicht einfach, immer einen kühlen Kopf zu bewahren. Es gibt immer wieder Situationen, die einen von der Seite überrumpeln und emotionale Reaktionen hervorrufen. Heute war es bei mir eine Mischung aus Entgeisterung und Wut. Das Adrenalin schießt ein, bereitet auf den verbalen Kampf vor. Meine Hände haben leicht gezittert, meine Stimme ist wackelig geworden.

Das ist doch spannend zu beobachten: man kann die Grundemotionen nicht nur in der Gesichtsmimik erkennen, sondern auch in der Stimme hören. Je nach Emotion ändert sich unsere Körper(an)spannung und somit wird auch der Kehlkopf und die Atmung beeinflusst, welche wiederum die Stimme verändern. Besonders bei der computerunterstützten Stimmanalyse soll man viele Nuancen erkennen könnten, die für das menschliche Ohr kaum mehr wahrzunehmen sind.

Ich sitz also da, und denke mir: nicht heute! Heute überrumpelt es mich nicht total. Tief Atmen. Lass dir Zeit, nimm dir Sprechpausen. Einatmen – Ausatmen.

Ich habe mich wacker geschlagen und meine Stimme und meine Emotionen „durchgeatmet“. Ich habe noch immer gezittert und war emotional befangen – aber wie Paul Eckman beschreiben hat, habe ich meine Refraktärzeit heute verkürzt. Ich kannte den Auslöser/Trigger für die Emotion schon. Ich, die Emotion, der Trigger und meine Reaktion – wir lernen uns immer besser kennen.

Die Refraktärphase wird von dem Psychologen und Emotionsexperten Paul Eckman als jene Phase beschrieben, in der wir keinen Zugang zu Informationen haben, die unsere Gefühle ändern können (S.76). Ein nüchterner und angenehmer Ansatz, der mir persönlich hilft wenn ich emotional werde. Wobei ich betonen möchte, dass es nie um die Unterdrückung von Emotionen geht. Es geht darum, bei der eigenen Reaktion stets die Wahl zu haben sich auf verschiedene Weisen auszudrücken. Wenn meine einzige Bewältigungsstrategie für Wut ein Wutanfall ist, dann habe ich nicht die Wahl.

Und ich hatte heute mehr die Wahl, als das letze Mal. Es war gutes Training. Und genau darum geht es.

Buchtipp: „Gefühle Lesen“ von Paul Eckman

Lesetipps: Die Zeit – Stimmforschung

 

 

Kennt ihr bereits  TED – Ideas worth spreading?

Nein? Dann wird es Zeit die facebook-Dümpelei zu verkürzen und sich durch TED-Talks inspirieren zu lassen! TED ist eine Plattform mit innovativen und motivierenden Vorträgen von herausragenden Persönlichkeiten. Und ein Großteil der Vorträge sind schlicht und einfach genial- thematisch, rethorisch, stimmlich. Genau analysiert und vollgepackt mit Tipps und Tricks hat das Carmine Gallo in seinem Buch „Talk like TED – The 9 Public Speaking Secretes of the World’s Top Minds“ – sehr lesenswert.

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